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Häufige Fragen (FAQ)

     

Was ist die Energieeinsparverordnung (EnEv)?

Seit 1. Mai 2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 in Kraft getreten. Sie ist ein wichtiger Baustein der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesrepublik Deutschland und setzt eine neu gefasste EU-Richtlinie um. Der Fokus liegt hierbei auf den Anforderungen des Primärenergiebedarfs. Neben dem Wärmeschutz der Gebäudehülle werden weitere technische Daten berücksichtigt, wie die Energieeffizienz der verwendeten Anlagetechnik (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung).

Welchen Zweck verfolgt die EnEV?

Ziel dieser Verordnung ist die Energieeinsparung in Gebäuden mit dem Fokus auf einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050. Dieses Ziel soll durch die Festlegungen, aber auch mit anderen Instrumenten, insbesondere mit einer Modernisierungsoffensive für Gebäude, Anreizen durch die Förderpolitik und einem Sanierungsfahrplan, verfolgt werden.

Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis (auch Energiepass oder Energiesparausweis genannt) für Gebäude ist ein Dokument über die Energieeffizienz bzw. den energetischen Zustand eines Gebäudes. Er zeigt an, wieviel Energie ein Gebäude verbraucht und unterteilt es dementsprechend in Energieeffizienzklassen. Jeder Energieausweis besitzt eine Registriernummer vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), die bei Bestellung des Energieausweises automatisch von uns beantragt wird.

Welchen Nutzen hat der Energieausweis?

Der Energieausweis schafft Transparenz im Immobilienmarkt: Er informiert objektiv und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern zu vergleichen. Darüber hinaus bewertet der Energieausweis die energetische Qualität des Gebäudes, zeigt ggf. Schwachstellen bei der Gebäudehülle und bei der Anlagentechnik auf und unterbreitet Vorschläge zur energetischen Modernisierung des Gebäudes.

Welchen Energieausweis brauche ich?

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen:
  • den verbrauchsorientierten Energieausweis; Dieser basiert auf den Energieverbrauchsdaten der letzten drei Jahre für Heizung und Warmwasserbereitung
  • den bedarfsorientierten Energieausweis; Er berücksichtigt die Größe, die Baumaterialien und die Anlagentechnik. Die Größen sind somit unabhängig von den Gewohnheiten und der Anzahl der Bewohner.

Wann besteht keine Verpflichtung?

Wenn kein Nutzerwechsel durch Verkauf oder Neuvermietung stattfindet und auch keine anderen verpflichtenden Gründe vorliegen, besteht kein gesetzlicher Zwang für die Ausstellung eines Energieausweises. Für kleine Gebäude (weniger als 50 m² Nutzfläche) und Baudenkmäler müssen keine Energieausweise ausgestellt werden.

Wie lange sind Energieausweise gültig?

Der Energieausweis ist ab dem Datum der Ausstellung 10 Jahre gültig. Nach umfangreicheren Umbauten oder Modernisierungsmaßnahmen muss ein neuer Energieausweis ausgestellt werden, da sich die Maßnahmen positiv auf den Energieausweis auswirken.

Wie läuft die Ausstellung des Energieausweises ab?

Zunächst können Sie über unsere Website herausfinden, welche Art von Energieausweis Sie für Ihre Wohnimmobilie benötigen. Dazu klicken Sie auf der Startseite auf „Kostenloser Ausweischeck“. Grundsätzlich empfehlen wir die Beantragung des Bedarfsausweises, da dieser immer gültig ist. Ihre Bestellung geben Sie ebenfalls über unser Onlineformular auf der Startseite auf. Anschließend wird jeder Energieausweis von einem Ingenieur auf Plausibilität geprüft. Gibt es keine weiteren Nachfragen zu den Angaben, wird dem Kunden der Energieausweis per E-Mail als PDF-Datei, und falls gewünscht ausgedruckt per Post, zugeschickt.

Wer darf Energieausweise ausstellen?

Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss (Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau, Elektrotechnik, oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit Ausbildungsschwerpunkt in diesem Bereich) Außerdem wird eine der folgenden Zusatzqualifikationen gefordert:
  • Studienschwerpunkt energiesparendes Bauen oder nach einem Studium ohne diesen Schwerpunkt mindestens zweijährige Berufserfahrung in den Bereichen Bau oder Anlagentechnik im Hochbau.
  • Erfolgreiche Fortbildung im Bereich energiesparendes Bauen nach EnEV 2014 Anlage 11 (inklusive der Inhalte für Nichtwohngebäude)
  • Öffentliche Bestellung als Sachverständiger im Bereich energiesparendes Bauen oder Bau oder Anlagentechnik im Hochbau

Was sind Modernisierungsempfehlungen?

Modernisierungsempfehlungen im Energieausweis sind kurz formulierte Vorschläge, die Eigentümer helfen sollen energetische Schwachstellen Ihrer Gebäude deutlich zu machen.

Kann ein Energieausweis für eine Wohnung ausgestellt werden?

Nein. Energieausweise werden ausschließlich für das gesamte Wohngebäude ausgestellt, nicht für einzelne Wohnungen.

Wer ist für Energieangaben im Immobilienanzeigen verantwortlich?

In kommerziellen Medien, wie Tageszeitungen oder Immobilienportalen im Internet, sind die Angaben zur Energieeffizienz Pflicht. Verantwortlich für die Einhaltung dieser Pflicht ist immer der Eigentümer der Immobilie, selbst wenn ein Dritter für die Vermarktung beauftragt wurde.

Welche Energieangaben muss eine Immobilienanzeige enthalten?

  • Art des Energieausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis)
  • Baujahr des Gebäudes
  • Energiekennwert (in kWh/m²a)
  • wesentliche Energieträger für die Heizung (z.B. Gas)
  • Energieeffizienzklasse (A+ bis H)

Wie wird die Gebäudenutzfläche berechnet?

Die Gebäudenutzfläche ist nicht mit der Wohnfläche zu verwechseln. Die Gebäudenutzfläche ist in der Regel größer als die Wohnfläche und soll Flächen mit erfassen, die nicht in der Wohnfläche enthalten sind (z.B. Abstellraum, Flur). Im Verbrauchsausweis wird die Gebäudenutzfläche aus der Wohnfläche berechnet. Dabei wird die Wohnfläche, je nach Gebäudeeigenschaften, mit einem Faktor von 1,2 oder 1,35 multipliziert. Im Bedarfsausweis berechnet sich die Gebäudenutzfläche aus dem beheizten Gebäudevolumen und kann nicht manuell eingegeben oder geändert werden.

Was ist bei gemischt genutzten Gebäuden zu beachten?

Für Energieausweise bei gemischt genutzten Gebäuden – z.B. mit Gewerbeanteil – enthält die Energieeinsparverordnung besondere Vorgaben. Danach sind – je nach Fallgestaltung – entweder ein gemeinsamer Energieausweis für alle Nutzungen oder zwei getrennte Energieausweise für Wohnungen und die übrigen Nutzungen auszustellen.

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